Everything is wrong – Live beim Konzert der SVA

Ich habe mich dazu entschieden beim SVA Konzert vom 16.10.2017 den Song, „Everything is wrong“ zu präsentieren. Es ist mein neuster Song.

Hier findet ihr ein Video vom Konzert:

Dieser Song ist vom Arrangement noch nicht ganz fertig und noch sehr wackelig. Was mich bei diesem Stück jedoch reizt, sind die Harmonien.

Ich werde in Zukunft, wenn ich das Stück vollendet habe, noch eine komplexere Analyse des Songs veröffentlichen.

Die studienvorbereitende Ausbildung der Rheinischen Musikschule

Ich bin seit inzwischen zwei Jahren in der studienvorbereitenden Ausbildung (kurz SVA). Das ist ein meiner Meinung nach großartiges Angebot der Rheinischen Musikschule. Wenn man an der Rheinischen Musikschule Instrumentalunterricht nimmt, kann man, wenn man Musik studieren möchte, Teil dieser Ausbildung werden. Junge Musiker werden hierbei auf die Aufnahmeprüfung an verschiedenen Hochschulen vorbereitet. Hierzu gehört Nebenfachunterricht (meistens Klavier) und Musiktheorieunterricht, aber auch Ensembleunterricht und vereinzelte Workshops zu verschiedenen Themen.

Um in die SVA zu kommen muss man eine Art Aufnahmeprüfung bestehen, bei der der Leiter der Musikschule zusammen mit dem Leiter des Fachbereiches (bspw. Oboe) bestimmt, ob du überhaupt für das Musik-Studium geeignet bist. Wenn man diese Aufnahmeprüfung besteht, bekommt man alle oben genannten Angebote (außer Theorieunterricht und Enembleunterricht) umsonst, als Begabten-Förderung.

Die SVA ist dem Sinne kein Ensemble. Es ist viel mehr ein Zusammenschluss aus verschiedenen Musikern, die das gleiche Ziel verfolgen. Dabei sind die meisten in der SVA klassische Musiker. Dies bedeutet, sie wollen Musik studieren mit einem klassischen Hauptfach. Aber es gibt auch Musiker in der SVA, die einen Lehramt- oder Jazz-Studiengang anstreben.

Ich bin die einzige in der SVA, die Pop-Gesang als Hauptfach hat. Zuerst bin ich mit Klavier Hauptfach in die SVA gegangen. Ich habe aber dann schnell gemerkt, dass Pop-Gesang für mich eigentlich das bessere Hauptfach ist. Somit habe ich dann das Hauptfach gewechselt.

Am 16.10.2017 findet in der Hochschule für Musik und Tanz ein Konzert genau dieser SVA statt. Dort könnt ihr euch auch selbst ein Bild davon machen, was die SVA genau ist.

SVA Konzert am 16.10.2017

Am 16.10.2017 findet in der Hochschule für Musik und Tanz (Unter Krahnenbäumen 87) das halbjährliche Konzert der SVA statt. Was genau die SVA ist und wer sich unter dem Namen verbirgt, wird in einem späteren Artikel erläutert.

Podium für den Nachwuchs Plakat

Hier spielen alle, die Teil der studienvorbereitenden Ausbildung (SVA) sind. Das bedeutet, dass man ein vielfältiges Programm von normaler Klassik bis hin zu Jazz/Pop-Musik hören kann. Es treten Solisten, aber auch Ensembles im Rahmen dieser Veranstaltung auf.

Bei diesem Konzert spielt unter anderem auch das EZM (Ensemble für zeitgenössische Musik) mit einer weiteren Darstellung des Stückes „Richtige Dauern“ von Karlheinz Stockhausen. Auch ich präsentiere meine neuste Komposition „Everything is wrong“.

Meine Aufnahmeprüfung in München – Musical

„Oh mein Gott. Ich habe es gefunden “ , war mein erster Satz, als ich in den großen weißen Raum kam, in dem die Anmeldung zur Aufnahmeprüfung war. Ich war einmal durchs halbe Gebäude geirrt und hatte bereits Angst gehabt, dass ich in den verwirrenden Kellergängen graue Haare bekommen würde.

Am Vortag war ich bereits 6 Stunden von Köln nach München gereist. Kaum war ich bei der Theaterakademie angekommen traf ich die ersten bekannten Gesichter. Ich war wirklich froh jemanden zu kennen, da ich mir so nicht ganz so verloren vorkam. Wir wurden von Beginn an in zwei Prüfungs-Gruppen eingeteilt. Aber natürlich war keiner von ihnen in meiner Gruppe. Schließlich war ich in Gruppe B und meine Freunde alle in Gruppe A.

Von den 150 Bewerbern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz waren am 5. Oktober Vormittags ungefähr 25 Leute eingeladen. Von diesen 150 Teilnehmern werden dann 8 ausgesucht, um das Musical-Studium anzutreten. Meistens sind es 4 Mädchen und 4 Jungs, was in Anbetracht der Tatsache, dass unter den 150 Bewerbern vielleicht 30 Jungs und 120 Mädchen sein werden, mal wieder beweist, wie viel einfacher Jungen es in diesem Berufsfeld haben.

Zuerst waren wir mit Tanz dran. Ich zog mich also um und pinnte die Nummer 19,  welche meine Teilnehmerzahl war, an mein Trikot. Der Tanz war erst angekündigt als „Pick-up-Choreo“, aber ich war dann sehr froh, dass es dann „nur“ ein normales Jazz-Workout war. Ich stand vorne in der ersten Reihe, da die Prüfungskommission dies aufgrund meiner Prüfungsnummer so bestimmt hatte. Wir versuchten also in drei Reihen ein Workout nachzumachen, das von einem Dozenten vorgezeigt wurde. Manchmal habe ich zwar Fehler gemacht, aber das war nicht so wichtig. Ich habe einfach  gelächelt und weitergemacht. Meiner Meinung nach geht es eher um die Ausstrahlung und nicht darum die Schritte perfekt zu können. Zum Ende häuften sich dann leider die Fehler, als es dann in die Diagonale durch den Raum ging. Aber ich wurde öfters mal vom Lehrer gelobt, was ich als ein gutes Zeichen wertete.

Nach der Runde Tanz gab es erstmal eine halbe Stunde Pause. Nach knapp 20 Minuten wurde aber auch schon die erste aus meiner Gruppe zum Einsingen gebeten. Ich bekam erst gar nicht mit wie man mich suchte, da ich so in ein Gespräch vertieft war, dass ich nicht wahrnahm, dass ich bereits hinunter in den Einsing-Raum gehen musste. Zum Glück habe ich dadurch keine Zeit verloren. Die zehn Minuten, die man dann zum Einsingen hatte, waren viel zu wenig. Gefühlt war ich eine Sekunde in dem großen Raum, bis die nächste Teilnehmerin mich bereits verdrängte. Kurz musste ich dann noch vor dem Prüfungsraum warten bis es dann endlich losging.

Der Raum war groß und freundlich. Es war der Gleiche wie der in dem ich vorhin noch getanzt hatte. Drei Jury-Mitglieder begrüßten mich: Ein Mann, der bereits beim Tanzen sich Notizen gemacht hatte und zwei Frauen, die sehr freundlich wirkten. Ich wollte ihnen meine Liste meines vorbereiteten Repertoires geben, doch diese brauchten sie gar nicht. Um dort teilnehmen zu dürfen, musste man vier Lieder vorbereiten, wovon mindestens eins auf Englisch sein musste und höchstens eins aus dem Nicht-Musical-Bereich stammen durfte. Eine Musical-Szene, ein Volkslied (a capella), ein klassischer Schauspielmonolog, ein Gedicht, eine Choreographie und zwei Instrumentalstücke befanden sich ebenfalls in meinem Repertoire. Der erste Vortrag war frei zu wählen, doch danach suchte die Jury die Vorträge aus. Meine Wahl fiel auf meine Szene. Ich spielte die Luisa aus „The Fantasticks“ mit ihrem Monolog vor dem Lied „Much More“. Danach fragte mich die Jury nach meinem „Up-Tempo-Song“ „Not for the life of me“ aus „Thoroughly Modern Millie“. Ich hatte damit bereits gerechnet, da es mein einziger „Up-Tempo-Song“ auf der Liste war. Jedoch unterbrachen sie mich nach der ersten Strophe. Dann wollten sie noch meinen klassischen Monolog sehen. Dabei war meine Wahl auf Prinzessin Eboli aus „Don Carlos“ von Schiller gefallen. Auch hier unterbrachen sie mich ungefähr nach dem ersten Absatz. Sie wollten noch die erste Strophe meines Volksliedes „Die Loreley“ hören und dann war ich auch schon fertig mit meinem Vortrag.

Voller Spannung erwartete ich am Samstag dann die E-Mail von der Hochschule, die mir bedeuten würde, das ich eine Runde weiter wäre. Leider wurde ich enttäuscht. Es kam keine Mail. Stattdessen werde ich im laufe der Woche einen Brief bekommen, in dem ich eine offizielle Absage bekomme.

Die Absage kann verschiedene Gründe haben, aber eigentlich ist der seltenste davon, dass man schlecht war. Ich werde es einfach nochmal an einer anderen Schule probieren und schauen was dabei heraus kommt.

Mrs. Society – My Song

 

Den Song „Mrs. Society“ habe ich ungefähr im März des Jahres 2017 vollendet und schon in verschiedenen Fassungen aufgeführt. Gespielt habe ich das Stück bereits bei einem Kompositionskonzert im Mai zusammen mit dem EZM und im Juli zusammen mit meiner Band „The Aquilas“ beim Sommerkonzert meiner Schule.

Im folgenden Video könnt ihr das Stück bei einem Auftritt im alten Rathaus Köln vom 21.04.2017 sehen. Ich spiele hier das Stück zusammen mit dem Ensemble für neue Musik. Wir werden dieses Stück auch am Samstag spielen.

Das Stück „Mrs. Society“ handelt von der Gesellschaft, die als Person charakterisiert wird. Es ist meine Antwort auf die Frage, wie die Gesellschaft wäre, wenn sie eine Person wäre. In der ersten Strophe geht es darum wie sich Frau Gesellschaft verhält. Zum Beispiel, wäre die Frau Gesellschaft eigentlich perfekt, aber trotzdem verhält sie sich arrogant und eingebildet. Sie läuft gottähnlich herum und verurteilt alle anderen. Die zweite Strophe knüpft daran an. Mrs. Society gibt jedem eine Maske und wenn ihr nur eine kleine Sache an dir nicht passt, kannst du deine Träume und Pläne vergessen. Im Refrain erkläre ich, dass ich nicht verstehe, warum man nicht geliebt werden kann für das, was man ist. Ich habe nämlich das Gefühl, als müsste man vorgeben jemand zu sein, der man  gar nicht ist, nur tut man sich dadurch selbst noch weh. In der Bridge gebe ich zu, dass ich an der Situation so wie es ist nichts ändern kann, da ich ein Teil der Gesellschaft bin und somit die „Mrs. Society“ in mir selbst steckt.

Das Stück ist in einem normalen 4/4 Takt geschrieben und verfolgt eigentlich eine einfache Harmonie. Es steht in C-Moll und beinhaltet Hauptsächlich die Akkorde C-Moll, F-Moll und G-Moll, die in der Strophe durch das Klavier aufgebrochen sind. Das Stück ist der erste Song von mir, der ein etwas schnelleres Tempo hat. Somit ist die Dramaturgie des Stücks auch ganz anders. Es bleibt eigentlich recht Monoton mit der gleichen Spannung bis zum zweiten Refrain. In der Bridge wird es dann etwas leiser, damit es dann zum letzten Refrain und Outtro zum Höhepunkt kommt.

Das Lied wurde wie bei eigentlich allen meiner Songs zunächst für Gesang und Klavier geschrieben. Die Klavierbegleitung ist besonders Jazzy durch den Tritonus, den ich als Begleitung verwende. Ich habe auch in der Begleitung versucht möglichst auf die Stimme mit einzugehen. Das bedeutet, das Klavier bleibt nicht immer gleich, egal was die Stimme macht, sondern antwortet dem Sänger zum Teil. Zunächst war, da ich nur die Klavierstimme geschrieben hatte, ein offenes Ende angedacht. Dieses wurde dann durch die Bassstimme, die erst später hinzukam, aufgelöst.

Meine persönliche Kritik an diesem Song ist die Gesangsstimme und die einfache Harmonie. Zwar hat das Stück einen schönen Groove, der andere mitreißt, doch ist die Harmonie, für meinen Geschmack, sehr einfach gestrickt und die Gesangsstimme ist sehr monoton. Somit werde ich bei den nächsten Liedern, die ich schreiben werde, auf eine komplexere Harmonie sowie Gesangsstimme eingehen.

 

 

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Am 7.10.2017 von 13:00 bis 19:00 Uhr in der Alten Feuerwache, Köln (Melchiorstarße 3) findet das 5. Jugendfestival für zeitgenössische Musik statt.

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Dieses Festival ist extra für junge Leute von 8 bis 24 Jahren ins Leben gerufen worden. Für Personen dieser Altersklasse gibt es abgesehen von den Konzerten, die für jedermann zugänglich sind, auch Workshops zum Thema Zeitgenössische Musik und Improvisation. (Siehe Flyer unten).

Auf diesem Festival werden viele verschiedene Künstler, aber auch das Ensemble für zeitgenössische Musik auftreten. Da ich Mitglied dieses Ensembles bin, werdet ihr mich ebenfalls dort finden. Es ist das erste Mal, dass ich bei diesem Festival spiele.

Das Festival besteht aus fünf verschiedenen Konzerten.

Beim ersten Konzert (14:00-14:30) spielt nur das EZM. Beim ersten Konzert spielen wir drei Stücke, die komplett unterschiedlich sind. Dabei sind eine elektronische Komposition, ein Text in Eigeninterpretation und eine klassisch aufgeschriebene Eigenkomposition eines der Mitglieder des Ensembles.

Im zweiten Konzert (15:00-15:30) gibt es eine größere Musiker-Vielfalt. Das EZM spielt hier „Richtige Dauern“ von Karl Heinz Stockhausen.

Beim dritten Konzert (16:30-17:00) werden nur Eigenkompositionen von anwesenden Komponisten gespielt. Unter anderem auch eins meiner eigenen Stücke. Es nennt sich „Mrs. Society“ und ist eigentlich gar kein Stück aus dem Genre „Neue Musik“, sondern eher ein Pop-Song. Doch dieser wurde durch das EZM so interpretiert, dass es sich nicht mehr komplett um einen Pop-Song handelt.

Die letzten beiden Konzerte finden nun komplett ohne das EZM statt. Die Schüler der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf präsentieren ihre Kompositionen im vierten Konzert (17:30-18:00) und das Studio der Musikfabrik gestaltet das fünfte Konzert (18:30-19:00).

Das Festival besteht natürlich nicht nur aus Konzerten, sondern auch aus verschiedenen Filmausschnitten, die als Audiovisuelle Kompositionen gezeigt werden. Dann werden verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche von 8 bis 24 angeboten. Doch mehr dazu könnt ihr im Flyer nachlesen: Zett_Emm_20_17_Flyer

Das Ensemble für zeitgenössische Musik der Rheinischen Musikschule

Ich spiele im Ensemble für zeitgenössische Musik seit ungefähr einem dreiviertel Jahr. Aber ich habe durch die tollen und netten Leute im Ensemble das Gefühl, als wenn ich schon ewig dabei wäre. Wir spielen sehr unterschiedliche Stücke von Pop Musik bis hin zu Musikstücken,  die Klassik ähnlich sind. Aber natürlich, wie man sich schon vom Namen des Ensembles denken kann, hauptsächlich zeitgenössische/neue Musik.

Wir treten bei verschiedensten Veranstaltungen der Rheinischen Musikschule auf unter anderen beim Konzert der Kompositionsklassen, aber auch erst letztens bei einem Konzert im alten Rathaus Köln und bei „Zett_Emm“ dem Jugendfestival für Zeitgenössische Musik. Unser Markenzeichen sind schwarze Kleidung und bunte Socken. Das Ensemble besteht zurzeit aus zwei Geigen, einer Viola, einem Cello, einer bzw. zwei Flöten, einer Klarinette, einer Oboe, einem Klavier und einer Gesangstimme. Auch wenn es vielleicht eine ungewöhnliche Kombination ist, passt diese zu den meisten Stücken die wir spielen. Wir haben es jedoch häufig so geregelt, dass nicht immer jeder alles spielt.

Es macht mir sehr viel Spaß mit diesen Musikern und Musikerinnen zu musizieren, doch muss ich zugeben, dass ich häufiger auch an meine Grenzen stoße. Da ich als Sängerin im Ensemble tätig bin, falle ich häufig allein durch die Tatsache raus, dass ich kein klassisches Instrument spiele. Natürlich spiele ich Klavier, aber ich bin eigentlich nur mit meiner Stimme im Ensemble. Doch es scheinen gerade diese Differenzen zu sein, die das Zusammenspiel in diesem Ensemble so spannend machen. Dadurch wird es niemals langweilig dort zu musizieren und unserer Musik zuzuhören.